Ich möchte mit diesem Blog meine Ausbildung zum Pflegefachmann begleiten und dabei von meinen Erfahrungen berichten. Ich möchte, dass Menschen hier etwas lernen, und ich möchte andere ermutigen, diese Ausbildung vielleicht auch zu machen. Das ist mir wichtig.
Ich sehe den Fachkräftemangel, und ich sehe, dass die Pflege ständig schlechtgeredet wird. Ich bin der Meinung, dass sie einer der wichtigsten Berufe überhaupt ist. Man kann sich in ihr hervorragend weiterentwickeln, und nach der Ausbildung zur Pflegefachkraft stehen einem alle Türen offen, auch weltweit. Man kann damit etwas bewirken. Mein eigenes Ziel ist es, nach der Ausbildung zu studieren und mich weiterzubilden, weil ich etwas bewirken möchte.
Als Pflegefachkraft hilfst du Menschen mit ganz unterschiedlichen Einschränkungen, zum Beispiel bei Mobilitätsproblemen, Nierenversagen, Herzerkrankungen oder Depressionen. Mein Lieblingsthema sind Menschen mit demenziellen Veränderungen. Im Gesamten verändert sich in der Politik leider wenig. Damit will ich nicht sagen, dass wir Pflegekräfte oder ich als Azubi nichts bewirken. Im Gegenteil: Wir zaubern Millionen von Menschen, die uns brauchen, ein Lächeln ins Gesicht, und das oft mit einfachen Dingen, zum Beispiel mit einem netten Gespräch oder mit nonverbalen Gesten wie einem kleinen Lächeln. Das macht Menschen glücklich, obwohl sie sich oft in einer sehr schweren Lage befinden und die unterschiedlichsten Diagnosen haben. Darauf werde ich in Zukunft noch eingehen, auch darauf, welche Diagnose laut Statistik in Seniorenheimen am häufigsten vorkommt.
Hilfe für Auszubildende
Für Auszubildende plane ich auf jeden Fall noch eine organisatorische Hilfe für die Schule und für die Praxisbesuche. Ich sehe so viele Auszubildende, die noch mit Ordnern herumlaufen und damit lernen. Ich bin einer der wenigen in meiner Klasse, der alles ausschließlich digital macht: kein Ordner, keine Bücher, keine Stifte, keine Hefte. Alles ist in einem MacBook, alles an einem Ort. Ich habe mehr Wissen und mehr Unterlagen, aber bei gleichbleibendem Gewicht. Dieser Satz überzeugt mich jeden Tag aufs Neue, dass meine Entscheidung richtig war.
Ich versuche öfter, andere vom digitalen Lernen zu überzeugen. Die meisten sagen dann dasselbe: „Ich lerne nur, wenn ich es schreibe.“ Darauf antworte ich: Ich schreibe auch. Oder was glaubt ihr, wie meine Dokumente entstehen?
Die Rolle von KI
Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, KI spiele heutzutage keine Rolle. Aber sie spielt sie anders, als die meisten denken. Ich lasse mir von ihr keine Aufgaben lösen, sondern nutze sie zum Organisieren und als Hilfe beim Lernen. Dieses Thema wird mich hier mehrere Wochen begleiten, denn ich möchte euch genau erklären, wie ich damit arbeite. Ich möchte nach der Ausbildung Pflege studieren, und dafür ist wissenschaftliches Arbeiten wichtig: sauber belegen, kennzeichnen und ordnen. Das funktioniert mit KI zuverlässig und immer unter meiner Kontrolle.
Was euch erwartet
Ihr merkt, es werden viele Themen. Aber ich habe noch zwei Jahre Zeit, euch alles von A bis Z zu erklären und euch den Alltag eines Auszubildenden näherzubringen, mit den positiven und auch den negativen Seiten. Dabei gebe ich keine Daten von Bewohnern oder Mitarbeitenden preis, keine Schuldaten und nicht, wo ich arbeite.
Ich werde regelmäßig berichten, wie meine Ausbildung läuft, wie ich mich auf alles vorbereite und was ich für die Zukunft noch plane. Seid gespannt.
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